Die Rescue Mercedes Eliasson Sanne: Retten und Bergen mit Elektro- und Dieselantrieb

Torqueedo

Mit einem 14 Meter langen Kompositschiff, das mit parallelen Diesel- und Elektromotoren ausgestattet ist, läuft die Swedish Sea Rescue Society seit 2019 zu Such- und Rettungseinsätzen aus. Die „Rescue Mercedes Eliasson Sanne“ bietet Platz für eine drei- oder vierköpfige Besatzung und wird von der Rettungsstation Rörö in den nördlichen Schären vor Göteborg aus betrieben.

„Wir verwenden den Elektroantrieb zunächst beim Ein- und Auslaufen auf Schwedens ökologisch sensiblen Wasserstraßen“, erklärt Lars Samuelsson, Leiter der Abteilung für Seefahrt. „Die Crew nutzt die Dieselmotoren dann für Hochgeschwindigkeitsfahrten zum Rettungsort und schaltet für Such- und Rettungsaktionen wieder auf Elektroantrieb um. Es ist von entscheidender Bedeutung, bei Einsätzen leise unterwegs zu sein, da selbst das kleinste Geräusch die Suche nach einer vermissten Person im Wasser behindern kann.“ Das elektrische Antriebssystem von Torqeedo besteht aus zwei 50 kW-Elektromotoren mit insgesamt 160 PS-Äquivalent und zwei 10 kWh Lithium-Batterien. Das Schiff kann damit bei einer Suchgeschwindigkeit von 6 Knoten zwischen den Ladevorgängen bis zu 1,5 Stunden geräuschlos und emissionsfrei betrieben werden. Der primäre Antriebsstrang aus zwei 650 PS starken Scania-Dieselmotoren mit Wasserdüsen. Michael Rummel, Managing Director von Torqeedo, ist überzeugt, dass das Schiff mit dualem Antrieb international einen neuen Standard für nachhaltige Such- und Rettungsbootkonstruktionen setzen wird.