Strengere Grenzwerte für Großfeuerungsanlagen in Europa

MAN Diesel & Turbo SE

Die Verabschiedung des EU Merkblatts zu den besten verfügbaren Technologien für Großfeuerungsanlagen bringt strengere Grenzwerte. Neben Grenzwertverschärfungen für Stickstoffoxide und Kohlenmonoxid werden nun auch weitere Schadstoffe geregelt.

Am 28. April 2017 hat die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten das neue BVT-Merkblatt für Großfeuerungsanlagen (LCP – Large Combustion Plants) verabschiedet. In Kürze ist mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der europäischen Union zu rechnen. Betroffen sind stationäre Großfeuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 MW oder mehr.

Definiert werden neben Grenzwertverschärfungen für Stickstoffoxide und Kohlenmonoxid auch neue Bandbreiten für die Emissionen von Methan und anderen Kohlenwasserstoffen sowie von Staub, Ammoniak und Schwefeloxiden. Verbindlich werden die Anforderungen nach der obligatorischen Umsetzung durch die Nationalstaaten. Dabei werden verbindliche Grenzwerte aus den vorgegebenen Bandbreiten gewählt. Die vierjährige Umsetzungsfrist für die Mitgliedsstaaten beginnt ab der Veröffentlichung des Merkblatts.

Den finalen Entwurf des BVT-Merkblatts finden Sie auf der Website der europäischen Kommission. Eine schematische Übersicht des BVT-Prozesses finden Sie unten zum Download.

Downloads